In jedem Jahr gibt es zweimal
das Kesselfleisch beim Admiral.
Weil solche Feste fördern eben,
gemütliches Gesellschaftsleben.
Wir laden dazu ganz allein,
nur allerbeste Freunde ein.
Damit ist direkt garantiert,
dass jedes Fest gelingen wird.

Dieser Achtzeiler sagt eigentlich alles über die eventstrategische Philosophie der Seichtwasser-Rafter aus Nickelsdorf aus. Das Gelingen eines Festes ist festgeschrieben in der Liste der Eingeladenen.

Was im Gedicht nicht enthalten ist, ist die Methodik zur Herstellung von Kesselfleisch extraordinärer Qualität. Ich werde versuchen, es hier zu erläutern: Man nehme Fleisch vom glücklichen Hausschwein (wo das Glück über den Zeitpunkt des Ablebens hinausgeht, weil es dadurch zum Seichtwasser-Rafting-Kesselfleischspender mutiert), vorzugsweise Schulter und Bauch sowie eine Zusatzportion Schwarte.

Jetzt kommt das eigentliche Geheimnis, das im Grunde gar nicht verraten werden dürfte: Bevor das Fleisch nur irgendwie bearbeitet wird, muss jeder Beteiligte mit einem Glas vom jungen Welschriesling dem Schwein seine Dankbarkeit bekunden.

Großes Augenmerk gilt dem Aufstellungsort und der geographischen Ausrichtung des Kessels. Damit es ein richtiges "Kesselfleisch beim Admiral" wird, sollte der Kessel vorzugsweise auch im Haus des Admirals zur Aufstellung gelangen. Ich rate aber dennoch ab, mir nun den ganzen Garten mit Kesseln voll zu stellen, denn jetzt kommt es erst: Das allerwichtigste ist das Kessel-Team. Hier empfiehlt es sich, die eingespielte Truppe rund um Chefkoch Rudolf Liedl zu verpflichten. Dieses Ensemble fleischgewordener Küchenfertigkeit hat jedoch beim Admiral so viel zu tun, dass es für andere Einsatzgebiete ohnehin nicht in Betracht kommen kann. Das nennt man dann Pech, für Euch.

Und wie es das Eingangsgedicht schon beschreibt, sind auch die Gäste für ein gelungenes Kesselfleisch von größter Wichtigkeit. So kamen also am Samstag, dem 20.04.2019, wieder die Freunde und Gönner des Vereins Seichtwasser-Rafting Nickelsdorf, bei schönstem Frühlingswetter, im Haus des Admirals zusammen, um an den Delikatessen des glücklichen Schweines teilzuhaben. Kuchen aller Art, Grammelpogatscherl und Krautstrudel rundeten das Menü wie immer vollends ab.

Weil alles so reibungslos vonstatten ging und Rudolf Liedl aus den Resten des Kesselfleisches noch eine geeignete Anzahl an schmackhaften Presswürsten fertigten konnte, war auch der traditionelle Frühschoppen mit Presswurstverkostung am Folgetag gesichert.

Das 16. "Kesselfleisch beim Admiral" wird uns in Erinnerung bleiben, als eine durch und durch gelungene Veranstaltung ohne einen einzigen Makel. Die Latte für das nächste Mal liegt extrem hoch.

 

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